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INFORMATIONEN
 

01.02.2017

Regelmäßige Prüfung von Bauwerken

Grundsätzliches zur Durchführung der Überprüfung:

Die regelmäßigen Überprüfungen sollen fachliche Mindeststandards bei der Gebäudesicherheit gewährleisten. Um das zu erreichen, muss bei der Prüfung strukturiert vorgegangen werden (Vorbereitungen der örtlichen Überwachung anhand von Bestandsunterlagen und technischen Mindestanforderungen).
Die Prüfung umfasst folgende Leistungen:


Allgemeines Prüfraster
Feststellung und Bewertung von Belastungs- und Nutzungsänderungen oder baulicher
  Veränderungen (zum Beispiel zusätzliche Dachlasten durch nachträgliche Dachbegrünung,
  Nassgewicht, zusätzliche Belastung der Tragkonstruktion durch Einbauten oder schwere Geräte,
  Erhöhung der Nutzlasten zum Beispiel durch Aufbau einer Solaranlage).
Beurteilung von Schwächungen der Tragkonstruktion durch nachträgliche Durchdringungen
  und Aussparungen für Leitungen.
Beurteilung von wesentlichen baulichen Änderungen (wie zum Beispiel Schließung von früher
  offenen Gebäuden, Aufbau eines geneigten Daches auf ehemaligem Flachbau).
Beurteilung der bauphysikalischen Bedingungen der Tragwerkskonstruktion (zum Beispiel
  Änderung der Luftfeuchtigkeit durch Nutzungsänderung, Kondenswasserbildung, Änderung
  von Temperaturbedingungen, Nutzungsänderung mit bauphysikalischen Auswirkungen (zum
  Beispiel späterer Einbau von Feuchträumen unter Holztragkonstruktionen.)
Beurteilung von Entwässerungssystemen und feuchten Stellen von Bauteilen (zum Beispiel bei
  Dachabdichtungen, Fassaden, erdberührenden Stellen, Undichtigkeiten, Kondenswasserstellen
  insbesondere am Tragwerk).
Überprüfung der Zugänglichkeit und Einsehbarkeit von wichtigen Bauteilen und Anschlüssen
  (gegebenenfalls Nachrüstung von Revisionsöffnungen).
Installation von Überwachungssystemen zur kontinuierlichen Überwachung der Bewegung von
  Tragwerkselementen (zum Beispiel laserstrahlgesteuerte Kontrolle von Bauteilbewegungen) als
  Frühwarnsystem (zum Beispiel in Erdfallgebieten oder bei Tiefgründungen mit Rückverankerung
  am Hang).
Überprüfung der tatsächlichen Schneelast (inklusive Eislasten) für die betreffenden Gebäude
  und Abgleich mit dem alten Standsicherheitsnachweis.



Spezielles Prüfraster für massive Konstruktionen
Prüfung auf Risse, Ausbauchungen, Durchfeuchtungen, schadhafte Fugen, Ausblühungen,
  Rostverfärbungen, Hohlstellen, Abplatzungen und andere Oberflächenveränderungen, außer-
  gewöhnliche Verformungen (zum Beispiel bei Mauerwerk, Beton, Porenbeton, Stahlbeton- und
  Spannbeton).
Prüfung des Zustands des Betons, Druckfestigkeit, Karbonatisierungstiefe, Chloridgehalt, Beton-
  deckung und Rostgrad der Bewehrung.
Prüfung der Rostverfärbung an Stahlbauteilen, Stellen mit Rostverfärbung abklopfen. Zustand
  der Oberflächenschutzschichten, Bewehrungslage und Überdeckung prüfen.
Vermessen von Rissbreiten, Festlegung der Risskontrollintervalle bei bedenklichen Rissen, Be-
  wegungen von Bauteilen kontrollieren.
Prüfen von Spannbetonbauteilen mit bestimmten Spannstählen.
Kontrolle von speziellen Bauwerksgründungen (zum Beispiel verankerte Pfahlwände) anhand
  von Messungen der Rückverankerungen.



Spezielles Prüfraster bei Metallkonstruktionen
Prüfung der Stahlkonstruktion auf Verformungen, Risse und Rostschutz, insbesondere die Bau-
  teilanschlüsse auf festen Sitz.
Prüfung des Korrosionsschutzes, insbesondere bei empfindlichen Teilen wie Bauteilanschlüssen,
  Verankerungen und Anschlüssen zwischen Beton- und Stahlbauteilen.
Prüfung der Schweißnähte bei geschweißten Konstruktionen mit nicht vorwiegend ruhender
  Belastung oder bei hoher ruhender Last, Kontrolle der Schweißnähte auf Risse.
Prüfung von Schraubverbindungen.
Spezielle Prüfung von besonderen Metallkonstruktionen, wie Seilkonstruktionen, schlanke Stahl-
  bauteile nach spezifischen objektbezogenen Anforderungen.
Freilegen von verdeckten Stahltragwerksteilen und Einbau von Revisionsöffnungen, soweit zur
  Kontrolle notwendig.



Spezielles Prüfraster bei Holzkonstruktionen
Prüfung von Holzkonstruktionen und Verbindungen auf Risse und Verformungen.
Prüfung von Holzkonstruktionen auf unzuträgliche Feuchtigkeit, Bestimmung des Feuchtege
  haltes, Prüfung bei Bauteilverbindungen auf Eindringen von Feuchtigkeit.
Prüfung auf Befall durch Holzschädlinge (Insekten und Pilze).
Prüfung des Oberflächenschutzes auf Schäden, der Verschleißteile auf Abnutzung.
Untersuchung von Klebstofffugen (zum Beispiel Leimfugen in Holzträgern) und der Eignung des
  verwendeten Klebstoffs für die vorhandenen bauklimatischen Bedingungen.
Gesonderte Überprüfung von Hohlkastenprofilen von Tragwerken (zum Beispiel auch bei Quer-
  schnittsschwächungen).
Freilegen von verdeckten Holztragwerksteilen und Einbau von Revisionsöffnungen, soweit zur
  Kontrolle notwendig.
Objektspezifische Prüfung von Schraub-, insbesondere von Nagelplattenverbindungen.



Spezielles Prüfraster bei Fertigteilkonstruktionen
Kontrolle der Lagerpunkte hinsichtlich aufgetretener Verschiebungen und noch vorhandener
  Toleranzen. Prüfung der Konsolen auf Risse und planmäßigen Lasteintrag.
Kontrolle der Fugen (zum Beispiel Öffnungsweite und gegebenenfalls Zustand der Fugenfüll
  ungen). Prüfung der Befestigungsteile insbesondere bei hängenden Elementen.
Prüfung von Systemen zur kontinuierlichen Überwachung der Bewegung von Fertigteilen (zum
  Beispiel eingebaute laserstrahlgesteuerte Kontrolleinrichtung als Frühwarnsystem).



Spezielles Prüfraster bei Glas- und Membrankonstruktionen
Prüfung der Glaskonstruktion auf zwängungsfreie Lagerung, Kantenverletzungen und ausrei-
  chenden Glaseinstand der Glasscheiben. Kontrolle der notwendigen Abstände zwischen Glas
  und Metall oder Glas und Glas.
Prüfung der Glaskonstruktionen auf Belastungsfälle.
Spezielle Kontrolle der Membrankonstruktionen, vor allem tragender Konstruktionen gemäß Her-
  stellervorschriften, Verbindungen und Anschlüsse und Seilkonstruktionen.


Prüfberichte: Die wichtige Dokumentation
Die Dokumentation der Begehungen, Sichtkontrollen und eingehenden Prüfungen ist sehr wichtig. Zum einen werden damit Bauwerksdiagnosen tendenziell in Bezug auf die bisherige und zu erwartende Schadensentwicklung besser erkennbar und potentielle Schäden früh vorhersehbar. Zum anderen wird damit auch die ordnungsgemäße Kontrolle langfristig dokumentiert.

Die Prüfberichte müssen deshalb strukturiert und übersichtlich sein. Sie müssen mindestens acht Daten enthalten.


Inhalte des Prüfberichts
1. Grundlegende Prüfungsdaten, wie Datum, Witterung, Benutzungszustand, Auflistung der
    verantwortlichen Personen, die an der Kontrolle teilgenommen haben.
2. Objektdaten und Auflistung aller Planungsbestandsdaten (zum Beispiel Zeichnungen, Stand-
    sicherheitsnachweise, Baubeschreibung,…), die der Kontrolle zugrunde liegen.
3. Erfassung der Abweichung der vorhandenen Situation von den Bestandsunterlagen mit bau-
    technischer Bewertung der Abweichungen im Hinblick auf die Standsicherheit, gegebenenfalls
    Handlungsempfehlungen soweit die Abweichungen gravierend sind.
4. Aufstellung aller Beurteilungsergebnisse mit Angabe der beurteilten Bauteile und Handlungs-
    empfehlungen für den Immobilienbesitzer.
5. Soweit erforderlich: Verortung von besonders markanten Schäden anhand von Plänen oder
    Fotos.
6. Auflistung der nicht beurteilten Bauteile (zum Beispiel verdeckte Teile, die nicht freigelegt
    werden) mit Handlungsempfehlungen.
7. Zusammenfassung mit Bestandsbeschreibung und zusammenfassenden Handlungsempfeh-
    lungen.
8. Anlage als Fotodokumentation.





01.02.2008

Bericht des Obersten Bayerischer Rechnungshofes 2007

Dort ist eine interessante Abhandlung über „Staatliche Gebäude mit hohem Glasanteil in der Fassade“
zu finden.

Siehe hierzu: www.orh.bayern.de
dann weiter in den Rubriken:
    - Jahresberichte
    - Jahresbericht 2007
    - Baumaßnahmen




22.01.2008

Anti-Graffiti-Schutzsystem (TRB)

Anti-Graffiti-Trennschichtbildner stellen Rezepturen aus mehreren Komponenten (manchmal auch nur einem in der Regel gelösten oder dispergierten Stoff) dar, die den betreffenden Untergrund bedecken bzw. durchdringen.

Anti-Graffiti-Trennschichtbildner bilden beim Trocknen bzw. Aushärten an der Oberfläche bzw. in den Poren dünne hydrophobe, oleophobe und/oder quellfähige dünne Schichten (Hüllen), die die direkte Haftung von Sprayfarben und Tinten am Untergrund in der Regel verschlechtern bzw. unterbinden.

Anti-Graffiti-Trennschichtbildner erleichtern das Entfernen von Farbschmierereien. Es gibt kein Trennschichtbildnersystem, das für alle in betracht kommenden Untergründe geeignet wäre. Um eine qualifizierte Auftragsausführung zu gewährleisten, sollte eine qualifizierte Beratung und eine Einzelfallprüfung durchgeführt werden.


Es sind folgende Systeme am Markt:
Temporäre Trennschichtbildner
Semi-Permanente Trennschichtbildner
Permanente Trennschichtbildner

Über die Eigenschaften dieser Trennschichtbildnerarten beraten wir Sie gern.

Nach den uns vorliegenden Erkenntnissen sind folgende Schutzvarianten nicht zu empfehlen:
Beschichtung von Natursteinen mit Polyurethanen
Beschichtung von Wärmedämmverbunden (ggf. nach Einzelfallprüfung möglich)
Beschichtung von Dispersionsfarbanstrichen (ggf. nach Einzelfallprüfung möglich)




08.01.2008
Studierendenstatistik Bauingenieurwesen

Die Absolventenzahl im Bauingenieurwesen ist auf ein Allzeit-Tief gefallen. Die aktuelle Studierendenstatistik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie verzeichnet für 2006 nur noch 3.350 Absolventen. Dies ist die niedrigste Absolventenzahl seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1986. Gleichzeitig zeichnet sich eine erhebliche Lücke in der zukünftigen Deckung des Führungsnachwuchses in der Baubranche ab.


Prof. Manfred Nußbaumer, Vizepräsident Technik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie:

In Anbetracht dieser Entwicklung werden wir uns auf einen scharfen Wettbewerb um Fachpersonal einstellen müssen“, kommentierte heute Prof. Manfred Nußbaumer, Vizepräsident Technik des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, in Berlin die aktuellen Zahlen. „Bei unverändert hohen Studienabbrecherquoten ist nicht damit zu rechnen, dass der Einstellungsbedarf von 4.500 Bauingenieuren jährlich auch nur annähernd gedeckt werden kann“, so Nußbaumer weiter.

Bereits seit einigen Jahren verzeichneten die deutschen Baustudiengänge einen stetigen Rückgang der Studienanfängerzahlen. In der Konsequenz ging auch die Zahl der Absolventen seit 2000 kontinuierlich zurück. Dieser Trend hat sich im Sommersemester 2006 und Wintersemester 2006/07 fortgesetzt. Insgesamt haben rund 3.350 Studierende erfolgreich ein Studium des Bauingenieurwesens abgeschlossen, davon 3.300 noch mit dem Diplom. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von mehr als 23 Prozent.

Erstmals konnte nach mehr als 10 Jahren ein leichter Zuwachs von 0,7 Prozent bei den Studienanfängern registriert werden. Im Jahr 2006 hatten 6.160 Jugendliche ein Erststudium Bauingenieurwesen aufgenommen, davon 2.600 in einem Diplomstudiengang, 3.560 in einem Bachelorstudiengang. Dieser Zuwachs fällt jedoch zu gering aus, um die Personalsituation zu entschärfen, da die Studienabbrecherquote mit 46 Prozent hoch ist.

Die Studierendenstatistik Bau ist unter www.bauindustrie.de abrufbar.



08.01.2008
CO2-Gebäudereport

Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee hat am 27. November 2007 in Berlin den bundesweit ersten CO2-Gebäudereport vorgestellt.

Tiefensee: „40 Prozent der Endenergie in Deutschland wird für Heizen und Warmwasser in Gebäuden verbraucht, vor allem in Privathaushalten. Von 1990 bis 1996 ist der Verbrauch stark angestiegen. Durch die Modernisierung an den Gebäudeaußenwänden und durch effizienteres Heizen haben wir eine Trendwende
geschafft. Insgesamt konnte der CO2-Ausstoß im Wohnbereich von 1990 bis 2005 um 13 Prozent, d. h. um rund 16 Millionen Tonnen, gesenkt werden.“

Der CO2-Gebäudereport zeige, „durch energetische Sanierungen und Neubauten können wir in Deutschland bis 2020 bis zu 50 Milliarden Euro Heizkosten sparen“, so der Minister weiter. „Konkret heißt das, in einem mit 30.000 Euro sanierten Einfamilienhaus können pro Jahr rund 2.500 Euro Heizkosten eingespart werden. Das zeigt, energetische Sanierung schont das Klima und rechnet sich für alle. Mit der Förderung aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm helfen wir mit zinsverbilligten Krediten und Zuschüssen, die finanzielle Belastung zu tragen.

Mit den Investitionen haben wir im Jahr 2006 rund 220.000 Arbeitsplätze vor allem in der mittelständischen Bauwirtschaft und im Handwerk in Deutschland gesichert und zum Teil neu geschaffen.“

Laut CO2-Gebäudereport sind die Kosten für Heizwärme zwischen 1996 und 2006 im Durchschnitt um über 40 Prozent angestiegen und liegen damit deutlich über dem Anstieg der Lebenshaltungskosten.



20.12.2007
Wohnungslüftung heute
Das Problem Wohnungsfeinlüftung

Bei der Wohnungslüftung unterscheidet man zwei Lüftungsarten: die möglichst vom Nutzer nicht zu beeinflussende Mindestlüftung, auch als Grund- oder Feinlüftung bekannt. Die vom Nutzer zu steuernde, je nach Belastung zusätzlich erforderliche Bedarfslüftung.

Im Allgemeinen sind heute die Wohnungsnutzer mit der Lüftung ihrer Wohnungen überfordert. Kälte, Regen, Schnee, Sturm, Lärm oder Sicherheitsbedürfnis in der Nacht werden gerne als Gründe genannt, warum nicht häufiger gelüftet wird. Berufs- und urlaubsbedingte Abwesenheit oder Zeitmangel – dies sind nur einige weitere triftige Gründe, die Wohnungsnutzer von der regelmäßigen und doch so wichtigen Durchlüftung ihrer Wohnräume abhalten.

Die Wohnungslüftung wird auch deshalb vernachlässigt, weil der vielfältige Nutzen, den sie erfüllt, vom Bewohner nur unbewusst wahrgenommen wird. Doch die Folgen nicht ausreichender Wohnungslüftung sind schwerwiegend:

Folgen unzureichender Lüftung
Erhöhte relative Luftfeuchte in der Wohnung
Energieverluste
Verminderte Schadstoffabfuhr
Sauerstoffmangel
Schimmelpilzbildung
Gesundheitliche Beeinträchtigungen
Schädigung der Bausubstanz

Alldem kann vorgebeugt werden!
Mit z. B. Fensterfalz-Lüftern in Ihren Fenstern!

Die Wohnungsfeinlüftung muss unsere Wohnungen ohne Einfluss von Bewohnern und Wetter mit so viel Frischluft versorgen, dass Raum- und Wandfeuchte automatisch reguliert werden. Ein funktionstüchtiger Fensterfalzlüfter nimmt Ihnen die Wohnungsfeinlüftung ab. Energieschonend führt der Fensterfalzlüfter
frische Luft unter die Wohnungsdecke. Durch Vermischung mit der dortigen Warmluft wird die relative Luftfeuchte in den Räumen auf ein unkritisches Niveau gesenkt. Schimmelpilzbildungen werden vermieden und Schadstoffe kontinuierlich abgeführt. Eine 2-stufige Volumenstromregelung verhindert darüber hinaus bei größeren Windgeschwindigkeiten Zugerscheinungen.



25./26. Mai 2006

Lieber mehr Geld in gute Fenster investieren
                  (Experten-Tipps im Nordbayrischen Kurier)



Nützliche Tabellen:(Hier)